follow

Posts from the Filme Category

Der Tiefpunkt kam vor etwas weniger als drei Jahren. Mit 28 hatte ich den Versuch aufgegeben, Romane zu schreiben und mit knapp 30 war es damals noch nicht abzusehen, dass die Fotografie mich irgendwann erlösen würde. Zu dieser Zeit blutete mein Drang, mich künstlerisch ausdrücken zu wollen einfach unsinnig und unkontrolliert aus mir heraus. Denn Melancholie, die nie aufhört, ist keine. Keinen Roman zustande gebracht zu haben, hinterließ eine Wunde, die in genau dieser Zeit vor drei Jahren zu entzünden drohte. Ich suchte den Ausweg aus den dunkleren Winkeln meines Kopfes in Filmen und scharrte meine Lieblinge wieder eng um mich. Ein gutes Jahr, Finding Forrester, Motorcycle Diaries, Before Night Falls, Shadows in the Sun, Into the Wild. Ich schaute diese Filme beinahe täglich, manche 20 oder 30 mal. Einige der Filme, die für mich stark zu meiner „sentimental education“ beigetragen haben, sind von dem amerikanischen Regisseur Cameron Crowe. Nicht der Cameron von Titanic sondern „Jerry Maguire“, „Elizabethtown“ und vor allem „Almost Famous“.

Genau diesen Film hatte ich zu dieser Zeit mal wieder geschaut, nachts, im Weinrausch, mit offenem Herz und etwas zu anfälliger Seele. In dem Film geht es um die autobiografische Geschichte Crowes, der Anfang der 70er mit nicht mal zwanzig Jahren zusammen mit dem befreundeten RocknRoll Fotografen Neal Preston unter anderem die Allman Brothers Band für den Rolling Stone als Journalist auf Tour begleiten durfte. Der Film beinhaltet einige der Keimzellen von allem, was ich jetzt als Bob Sala in die Welt male. Nachdem ich den Film mal wieder geschaut hatte, beschloss ich, mich an meine Schreibmaschine zu setzen und Cameron Crowe einen Brief zu schreiben. Da ich betrunken und gefühlsduselig war, artete es ein wenig aus und am Morgen hatte ich dann eine zweiseitige Liebeserklärung getippt, inklusive einer finalen bitte um Adoption. Ich suchte ein, zwei Adressen aus dem Netz, Produktionsfirmen, Agenturen und schickte Kopien des Briefes nach Amerika. Eine Antwort bekam ich nie.

Das Cover der europäischen DVD des Films zeigt Kate Hudson, in Unterwäsche vor einem Hotelbett, im Hintergrund eine Gitarre, violette und neonblaue Farbgebung, keine Pose, einfach nur Sie und ihr Blick in die Kamera. Einer der ersten Versuche als Bob Sala war es, genau diese Szene mit einem Model nachzustellen. Eigentlich wollte ich wie Neal und Cameron mit Bands mitreisen, doch all meine Briefe an die Bands, Labels, Magazine und Tour Manager blieben unbeantwortet. Was daran gelegen haben mag, dass ich kein Portfolio hatte und einfach nur dreiste, biertrunkene Briefe im Stil Hunter S. Thompsons in meine IBM hackte. Ich wollte sein wie Lester Bangs, der im Film unfassbar genial von Philip Seymour Hoffman gespielt wurde. Eingesperrt zwischen seinen Platten, die ganze Nacht vor der Schreibmaschine.

Aber was ich mir zu eigen machen konnte aus der Welt von Almost Famous waren die Band Aids. Mädchen, die die Musik lieben, die Texte auswendig können, die Platten sammeln, nichts lieber tun, als mit ihrem Lieblingsalbum und fetten Kopfhörern in ihren Schlafzimmern zu sitzen und die Lyrics in den Booklets mitzulesen. Penny Lane ist ein Geist, der auf meinen Bildern lebt und der gleichzeitig Inspiration und Wegweiser für die erste Phase meiner Fotografie wurde. Seitdem ist viel passiert. Mein Herz hält längst nicht mehr Schritt mit allem, was ich zurückbekomme. Jede Flaschenpost, die ich in den letzten beiden Jahren ans Universum geschickt habe, wird dieser Tage eine nach der anderen beantwortet. Durch die Fotos, die ich mache, lerne ich beinahe täglich Menschen mit denseben kulturellen Einflüssen kennen. Zufall und Bestimmung wechseln sich wöchentlich ab in meinem Postfach.

Eines Tages führte das Schicksal mich dann auf einer Veranstaltung hier in meiner Stadt zu Giulia Calani. Giulia ist Galeristin. Sie organisiert Ausstellungen. Wir wurden einander vorgestellt. Ich als Fotograf, sie als Ausstellungsorganisatorin. Ihre erste Frage: „Kennst du vielleicht Neal Preston?“

Dass ich in einem Dorf wohne ist ein Fakt, der mir mittlerweile regelmäßig vorgeworfen wird. In eine größere Stadt zu ziehen, um mit meiner Fotografie weiterzukommen, scheint für viele der logische Schritt. Und dann treffe ich auf einer kleinen Kreativveranstaltung in Paderborn die Galeristin von Neal Preston. Giulia arbeitet für die Lightpower Collection. Dort hat man viele von Neals Bildern gekauft und organisiert nun Ausstellungen und Verkäufe. Die Gelder, die damit eingenommen werden, werden komplett gespendet. Ich antwortete ihr, dass ich Neal sehr wohl kenne und ein großer Fan sei. Tatsächlich habe ich drei Bücher von Neal in meiner Wohnung. Er war der offizielle Tourfotograf von Led Zeppelin in den 70ern und hatte außerdem so gut wie jede meiner anderen Lieblingsbands vor der Kamera. Giulias nächste Frage war, ob ich den Film „Almost Famous“ gesehen hätte.

Wir redeten nicht viel mehr an dem Abend, aber verabredeten uns zu ein paar Cocktails ein paar Wochen später. Und wie es der Zufall will, fiel das alles in die Planung der aktuellen Ausstellung von Neal. In Gütersloh, meiner Heimatstadt (kann man sich bis Ende November im Theater Gütersloh geben, Samstag is Kick-Off und Lesung). Es war schnell klar, dass Giulia mich in die Veranstaltung involvieren und ich den Mann kennenlernen würde, der zu Teilen verwantwortlich für dieses Bob Sala Zeug ist. Ungläubig verbrachte ich die letzten Wochen damit, seine Interviews und Essays wiederzulesen und mich auf die Ausstellung zu freuen. Was könnte ich ihn Fragen, wenn ich ihn sehe? Geheim hoffte ich, dass er einfach nur erzählen würde, wenn wir uns treffen. Ich kenne viele seiner Geschichten, aber ich wollte sie von ihm persönlich hören. Und in dieser Woche startet die Ausstellung endlich mit einigen Veranstaltungen. Ich sollte Neal eigentlich morgen auf der Vernissage kennenlernen. Bis Giulia mir gestern eine Nachricht schickte, ob ich um viertel nach sieben am Arosa Hotel sein könne. Wir würden dann mit Neal essen gehen. Ich bin halb durchgedreht, sprang noch schnell unter die Dusche und rannte aufgeregt durch die verregneten Straßen während ich den „Oogum Boogum Song“ auf den Kophörern hatte. Die beiden warteten schon auf mich vor dem Hotel.

Neal war genau wie ich ihn von einigen Bildern her kannte. Schlank, nicht der größte, schütteres Haar, zurückgekämmt a la Bukowski und zu meinem Glück von der ersten Minute an sehr gesprächig. Ich hatte mir unser Treffen schon das eine oder andere Mal ausgemalt. Wie es am Ende gelaufen ist, hatte ich nicht zu träumen gewagt. Wir sprachen über seinen guten Freund Cameron, er zeigte mir ein Bild auf seinem Handy, das jemand von ihm und Crowe gemacht hatte, während sie vor Pete Townshend stehen und grinsen wie kleine Jungs. „Ich bin einfach immer ein Fan der Musik geblieben. Und wenn ich vor meinen Idolen stehe ist das immernoch das Größte für mich!“ sagte er zu mir, während er das Bild beschrieb. Er überlegte kurz, Cameron für mich auf der Stelle anzurufen. Dann erzählte ich ihm von meinem Brief. Neal verpsrach mir, den Brief persönlich an Cameron weiterzugeben. Ich durfte so viele Geschichten mit ihm noch einmal erleben, während er weitererzählte. Anzügliches mit Courtney Love, ein Fotoshooting mit Springsteens Frau im Chelsea Hotel, Super Bowl Wetten mit Matt Damon, Backstage Geschichten von Led Zeppelin, Fleetwood Mac, Ten Years After, Sly and the Family Stone. Und dann kamen wir zu Almost Famous. Er erzählte vom Dreh, von den wahren Geschichten, auf denen der Film basiert. Von der echten Penny Lane, die ihn vor kurzem noch besucht hatte und von diesem einen Bild. Kate Hudson vor ihrem Hotelbett mit der Gitarre im Hintergrund. Neal erzählte, dass alle Stills zum Film von ihm seien. Und dieses Bild, das als Szene im Film gar nicht vorkomme, hatte er spontan mit Kate Hudson gemacht, als sie im Ambassador Hotel in Kalifornien drehten, dort wo man Robert Kennedy angeschossen hatte. Er habe das Licht in dem Zimmer gesehen, dazu die Gitarre und Kate gefragt, ob sie nicht Lust hätte, ein paar Fotos zu machen. Sie sagte zu und so entstand die Vorlage für meine ersten Arbeiten. Vielleicht sogar der Vibe für alles.

Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber die schönsten Geschichten behalte ich einfach für mich und trage sie in den nächsten Jahren mit mir rum wie kleine Anhänger an meinem Armband. Der gestrige Abend endete in der Hotelbar des Arosa und Neal verstreute noch einige Kontaktbögen und Negative aus den 70ern und 90ern über den Tisch. Ich hatte einen hochroten Kopf, kam aus dem Lächeln nicht mehr heraus und begann nur noch ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Er schenkte mir einen Testprint von einer seiner Aufnahmen aus dem Jahr 1977. Led Zeppelin in Detroit, während der Performance von „Achilles Last Stand“. Er nahm einen Sharpie aus seiner Tasche und begann am oberen Rand ein paar Worte zu kritzeln. Jetzt ist es halb fünf am Morgen, etwa sechs Stunden später. Ich muss gleich zur Arbeit. Doch ein bisschen genieße ich noch die Musik und blicke auf dieses für Neal wahrscheinlich unbedeutende Geschenk. Das vielleicht eine der schönsten Erinnerungen aus diesen Jahren für mich werden wird. Ich überlege, ob ich das hier morgen überhaupt veröffentlichen soll. Vielleicht bin ich ein bisschen zu emotional gerade. Aber andererseits hat Lester Bangs mir die Frage ja schon beantwortet im Film, also hoffe ich, dass ihr mir meine Gefühlsduselei nachseht.

“The only true currency in this bankrupt world is what you share with someone else when you’re uncool.” – Lester Bangs

Feel the nights are starting earlier and end later? Tired of sitting in the dark and moving towards you winter depression? People say you look bleak and your conversations seem to be the same repetitive bullshit time and time again? Maybe it’s because your soul lacks the right amount of proper feeding!

Get through the dark days of the year by giving your brain the proper care! How? Don’t worry, Bob’s got you covered. Here’s a list of things to absorb in four of the relevant fields. No excuses anymore! These lists will make you a better person. Or an alcoholic. But hey.

These lists are random, the order isn’t relevant. Some of my favs on there, but certainly not all. We need some stuff for the summer, too.

Novels/Poems:

  • Hunter S. Thompson – The Rum Diary
  • Thomas Pynchon – Inherent Vice
  • Charles Bukowski – Factotum
  • Roberto Bolaño – The Romantic Dogs
  • Reinaldo Arenas – Before Night Falls
  • Paul Auster – Moon Palace
  • Haruki Murakami – A Wild Sheep Chase
  • Martin Amis – Money
  • Patti Smith – Just Kids
  • Bob Dylan – Chronicles

Movies:

  • Before Night Falls (read book first)
  • The Motorcycle Diaries
  • Almost Famous
  • Fear and Loathing in Las Vegas
  • Factotum (read book first)
  • Inherent Vice (read book first)
  • Beginners
  • Barney’s Version
  • Fight Club
  • The Rum Diary

Albums:

  • Sam Cooke – Live at the Harlem Square Club 1963
  • Bob Dylan – Blonde on Blonde
  • Rolling Stones – Beggars Banquet
  • Led Zeppelin II
  • Country Joe and the Fish – Electric Music for the Mind and Body
  • Jimi Hendrix – Electric Ladyland
  • Creedence Clearwater Revival – Cosmo’s Factory
  • Big Star – #1 Record
  • Father John Misty – Fear Fun
  • Rodríguez – Cold Fact

Photos:

  • Alberto Garcia Alix – Self-Portraits
  • Anders Petersen – Café Lehmitz
  • Saul Leiter – Early Color
  • Ryan McGinley – You and I
  • Peter Beard
  • Saul Leiter – Early Black & White
  • Ben Bernschneider – Tales of an American Summer
  • Purienne.
  • JH Engström – Tout Va Bien
  • Neal Preston – Led Zeppelin

This is how it will affect you:

Get through 1 of each list:

You’re the Dude, I get it. There’s so much to take care of. And listening to old bowling matches on your walkman seems to feed your soul just as much as you need. But you tried.

Drink: Mix yourself a Russian on that.

Absorb 5 of each list:

Buddha, Baby. Your mind has just been transferred to a whole nother universe. Do you feel it in your veins? Enjoy the beginning thrill. See things from the other side? They are good for you, invite them into your life!

Drink: Brugal Añejo, no rocks.

Live in 10 of each list:

This includes some risk. Patti Smith might start appearing in your dreams, questioning your real heart for the arts. When you wake up, there’s Hunter waiting for you with a sliced grapefruit and a Bloody Mary, cause you will need all the Vitamin C you can get. At noon you will already sit by the typewriter, or take your camera, or setup a canvas or whatever it is your beautiful mind now wants to do! Let it out. You are on the other side now! You bought the ticket, now take the ride!

Drink: The Bukowski (six-pack of beer plus whiskey until you dropout)

#millaundbob for @topknotgoods & @forgotaboutthename

“. . . yet there is no avoiding time, the sea of time, the sea of memory and forgetfulness, the years of promise, gone and unrecoverable, of the land almost allowed to claim its better destiny, only to the claim jumped by evildoers known all too well, and taken instead and held hostage to the future we must live in now forever.”Thomas Pynchon, Inherent Vice

moonswoon-20 moonswoon-12 moonswoon-5 moonswoon-21 moonswoon-14 moonswoon-2 moonswoon-6 moonswoon-9 moonswoon-3 moonswoon-18 moonswoon-11 moonswoon-4 moonswoon-7 moonswoon-22 moonswoon-10 moonswoon-13 moonswoon-8 moonswoon-24 moonswoon-15 moonswoon-16 moonswoon-19 moonswoon moonswoon-23

follow me on instagram

Drei Brüder aus Detroit formen eine Band mit dem Namen „Death“. Anfang der Siebziger. Für die Zeit vielleicht eine Revolution, aus unserer Sicht jedoch noch keine wirklich faszinierende Geschichte.

Was diese Band dann zu einer Story macht, ist der Fakt, dass es drei Brüder waren, die nicht den zu der Zeit gängigen Motown Sound verfolgten, sondern harten Rock im Kopf hatten.

death

Noch vor den Ramones, vor den Pistols nahmen die drei Garagenpunk in ihrem Kinderzimmer auf.  Allein der Bandname machte es ihnen damals unmöglich einen Plattendeal zu bekommen. Da sie ihre Identität jedoch nicht für eine Plattenfirma verleugnen wollten, starb das Projekt und die „Death“-Mastertapes wurden auf dem Dachboden eines der Bandmitglieder verstaut.

Die drei Brüder David, Bobby und Dannis begannen früh zusammen Musik zu machen, formten zuerst eine Funk Band, doch als Band-Leader David „The Who“ bei einem Konzert in Detroit sah, war es um ihn geschehen. Das war was er wollte und was die Band verkörpern musste. Rock and Roll schallte fortan aus den Fenstern ihres zum Probenraum umgebauten Kinderzimmers. Ein Grauen für die Nachbarschaft, die nun täglich dieser „White Boy Music“ ausgesetzt wurde. Aber die Jungs ließen sich nicht beirren und versanken tiefer und tiefer im Rock’n’Roll je mehr Gegenwind sie bekamen.

Eines Tages starb ihr Vater bei einem Unfall. Er war Elektriker und hatte eine Hilfskraft bei einem Job dabei. Der Helfer hatte einen Fehler gemacht und einen heftigen Stromschlag bekommen, woraufhin ihn der Vater der Brüder ins Krankenhaus fahren wollte. Auf dem Weg dorthin fährt ihm ein betrunkener Fahrer in den Weg und er stirbt sofort beim anschließenden Zusammenstoß. Es war ein Schock für die Brüder und besonders David nahm das Ereignis mit. Kurze Zeit später erzählte er seinen Brüdern, er habe jetzt den Namen für die Band gefunden. Er holte sie hoch in den Probenraum und enthüllte seine Eingebung: „Death“ – so würde die Band heißen und das Konzept für das sie stehen würden. Die Brüder stimmten zu, sie hatten von ihren Eltern gelernt, sich untereinander immer zu unterstützen, auch wenn sie vielleicht nicht der Meinung des Anderen waren. Die Band hatte ihren Namen gefunden und zugleich ihr Schicksal besiegelt. Denn auch wenn einige Plattenfirmen Interesse an ihnen zeigten, der Name wurde von allen abgelehnt. Sie versuchten es mit einer selbst gepressten 45″ Single, doch auch die stoß überall auf Ablehnung. David ließ sich nicht von seinem Konzept abbringen und so verschwand Death in der Versenkung.

Die beiden anderen Brüder machten weiter Musik, formten eine Reggae-Band und hatten mäßigen Erfolg. 2000 verstarb David. Er hatte Lungenkrebs. Vor seinem Tod gab er seinem Bruder noch die Master-Tapes von Death. „Irgendwann wird die Welt kommen und danach suchen“, sagte er, „dann musst du sie haben.“ Er hatte den Glauben an ihre Musik nie verloren. Die Tapes verschwanden auf einem Dachboden. Bis acht Jahre später plötzlich die beiden Songs der selbst gepressten Single im Internet auftauchten und das Vinyl mittlerweile für 800 Dollar bei Ebay gehandelt wurde. Über die Söhne eines Bandmitglieds kamen die News zur Band zurück. Der Rest ist Geschichte…

2009 veröffentlichte Drag City Records die Bänder als 7-Track Album mit dem Namen „…For the World to see“ und es entstand ein kleiner Hype um die Brüder. Es gab Reunion Konzerte und die restlichen Bänder der Band wurden ebenfalls veröffentlicht. Jetzt erscheint im Juni eine Dokumentation, die einen sehr viel versprechenden Trailer mit bekommen hat. Wer die Band noch nicht kennt, sollte sich die Alben mal anhören, „For the World to see“ läuft seit Wochen in meinem Auto heiß, ein geniales Album, obwohl es nur 7 Songs sind.

Ich war heute seit einigen Jahren zum ersten Mal wieder im alten Werkstattschuppen meines Großvaters. Der Geruch, das Gefühl, als wäre er immer noch dort. Staub und Zeit haben keinen Einfluss auf die Erinnerung.

grampa grampa-2 grampa-3 grampa-4 grampa-5 grampa-6 grampa-7 grampa-8 grampa-9 grampa-10 grampa-11 grampa-12 grampa-13 grampa-14 grampa-15 grampa-16 grampa-17 grampa-18 grampa-19 grampa-20

Zürne nicht den Traumbildern deiner Jugend, die sich so rasch im Nebel auflösen. Gedenk: du warst glücklich, als du träumtest. Und auch als Erwachter kannst du es werden, wenn du dein Selbst gewinnst, das deiner im Innern still und geduldig harrt.

In den letzten Wochen habe ich zwischendurch immer wieder die Tagebücher von Paul Nizon und Georges Simenon gelesen. Man staunt, wie viel sie von ihren Tagen zu erzählen haben, auch wenn manchmal eigentlich gar nicht viel in ihrem Leben passiert. Das kann ich gerade nicht von mir behaupten. Es passiert jede Woche so viel, dass ich gar nicht mehr mitkomme und meine eigenen Tagebücher völlig vernachlässige. Allein in der letzten Woche waren es neben meinem Hauptjob noch vier geniale Foto-Shootings in Soest, Wuppertal und Paderborn.

salonshooting-10

Am Montag machte das Shooting mit Nina (aus Soest), Jenny und Lisa den Anfang. Wir bastelten aus einem alten Friseursalon ein kleines Studio und haben den Morgen zwischen Haarspraydosen und Spiegeln verbracht.

salonshooting-3

Gleich im Anschluss hatte ich ein tolles Shooting in meiner Lieblings-Pizzeria in meinem Viertel. Wir hatten schon lange darüber gesprochen, schöne Fotos von der Inhaberfamilie zu machen und dann auch endlich einen Termin gefunden. In den nächsten Wochen werde ich ihnen auch noch eine kleine Webseite machen. Einfach sehr herzliche Menschen, in deren Gesellschaft man gerne ist.

funky-3Am Mittwoch habe ich dann einen beruflichen Termin mit eine spontanen Shooting im Künstlerviertel von Wuppertal verbunden. Mit Svenja bin ich auf Lichtsuche in den Hinterhöfen gegangen und manchmal haben wir auch welches gefunden.

Svenjaweb-9

Am Freitag waren dann Nina (aus Paderborn) und Evelyn bei mir im Studio. Mit Nina hatte ich ja bereits vor zwei Wochen Fotos gemacht, für Evelyn war es allerdings das allererste Shooting überhaupt.

nina2-2

Nichtsdestotrotz haben wir viele schöne Bilder hinbekommen und den Beiden hat es sehr gut gefallen, behaupten sie zumindest. 😉

evelyn-5

Im April werden ein paar Aufnahmen von meinem Shooting mit der Soester Nina im Like a Lion Magazin erscheinen, darauf bin ich sehr gespannt. Obwohl ich bestimmt schon 400 bis 500 Fotos veröffentlicht habe, ist es doch etwas anderes, wenn es um meine Portrait-Fotografie geht. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen, viele Shootings stehen an und vielleicht habe ich ja wirklich zu meinem Geburtstag am 8. Mai genügend Gesichter zusammen und eine eigene kleine Mappe zu machen. Das hatte ich mir an Neujahr vorgenommen und bis jetzt sieht es wirklich sehr gut aus. Vielen Dank Ihr ganzen neuen Bekanntschaften und Menschen in meinem Leben! Ich versuche jeden Tag mit Euch zu genießen, und muss mich an ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme erinnern:

„Zeit ist etwas Kostbares und die Jahre bringen einem viel bei, wovon die Tage nichts ahnen.“

Weldon Parish, Shadows in the Sun