Death Punk

Drei Brüder aus Detroit formen eine Band mit dem Namen „Death“. Anfang der Siebziger. Für die Zeit vielleicht eine Revolution, aus unserer Sicht jedoch noch keine wirklich faszinierende Geschichte. Was diese Band dann zu einer Story macht, ist der Fakt, dass es drei Brüder waren, die nicht den zu der Zeit gängigen Motown Sound verfolgten,…

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Traumbilder deiner Jugend

Ich war heute seit einigen Jahren zum ersten Mal wieder im alten Werkstattschuppen meines Großvaters. Der Geruch, das Gefühl, als wäre er immer noch dort. Staub und Zeit haben keinen Einfluss auf die Erinnerung. Zürne nicht den Traumbildern deiner Jugend, die sich so rasch im Nebel auflösen. Gedenk: du warst glücklich, als du träumtest. Und…

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Interview mit Pedro Mairal

Eine Jury um Adolfo Bioy Casares verlieh Pedro Mairal als eine der originellsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur den Premio Clarín. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschien zuletzt der Roman Eine Nacht mit Sabrina Love (2002), der auch verfilmt wurde. Im Interview mit mir spricht er über seine literarischen Anfänge, eine neue…

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Was könnte aufregender sein?

„Auch im Raum erstrecken wir uns weit über das hinaus, was sichtbar ist. Wir lassen etwas zurück, wenn wir einen Ort verlassen, wir bleiben dort, obgleich wir wegfahren. Und es gibt Dinge an uns, die wir nur dadurch wieder finden können, das wir dorthin zurückkehren. Wir fahren an uns heran, reisen zu uns selbst, wenn uns…

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Polaroid Pulp

Es war im Winter. Zumindest glaube ich das. Eigentlich war es ziemlich warm für einen Wintertag, aber in meiner Erinnerung tragen sie alle Mäntel und Mützen. Vielleicht war es auch im Herbst, aber ich komme schon wieder vom Thema ab. Es war der Tag, an dem ich beschloss, die Stadt zu verlassen. Verbrannte Erde gab…

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Über den Tag durch das Jahr

In den letzten Wochen habe ich zwischendurch immer wieder die Tagebücher von Paul Nizon und Georges Simenon gelesen. Man staunt, wie viel sie von ihren Tagen zu erzählen haben, auch wenn manchmal eigentlich gar nicht viel in ihrem Leben passiert. Das kann ich gerade nicht von mir behaupten. Es passiert jede Woche so viel, dass…

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Venturi, Kapitel 1 (Auszug, Rohfassung)

Im sterilen Licht der Neonröhren sah Engler mich verwundert an. »Du hast aber auch schon bessere Tage gesehen!« Er war in der hinteren Ecke angekommen, wo er einen kleinen Packtisch und einen wackeligen Plastikstuhl aufgestellt hatte. Daneben stand ein Stapel von sieben abgenutzten Ananas-Kisten, randvoll mit der Hinterlassenschaft des fremden Lehrers oder Professors. Über dem Tisch…

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Im Traum wie eine Ewigkeit

Ein Traum (vor New York): Ich stehe im obersten Stock eines der höchsten New Yorker Hochhäuser und starre aus dem Fenster über die Stadt. Der Fußboden ist bedeckt von aufgeschlagenen, wild über- und durcheinander geworfenen Ordnern. In keinem Dieser Ordner könnte man auch nur ein weiteres Blatt abheften, so sehr platzen sie schon aus ihren…

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Normal, Illinois: Day 14 – Francotirador*

Ein Traum: Ich trete in die Pedale des rotkohlfarbenen Hollandrades meines Großvaters. Meine Beine sind gerade lang genug, dass ich bei beim Treten meine Füße nicht mehr abwechselnd vom Pedal nehmen muss. Es ist Sommer, die Eichenbäume in den Alleen wippen im warmen Wind. Ich bin in Spexard, genauer in der Neubausiedlung, in der der…

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Not far, in fact, from a city, no joke, named Normal

Im Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche (einiges spricht für 2008) wohnte ich im Rahmen meines Studiums den September über in der Kleinstadt „Normal“ im nordamerikanischen Bundesstaat Illinois. Zwischen hektargroßen Kornfeldern und unter mehrstimmigem Grillengezirpe, das gegen Abend in Dezibel kaum noch zu messen war, konnte ich mir dort ein Bild von der unglaublichen Gastfreundlichkeit der Durchschnittsamerikaner machen,…

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